von Pfleger » 26.09.2010, 20:01
Hallo Amanda,
zum Thema Zahnzustaz für Kinder möchte ich folgendes Anmerken:
Ich finde, dass eine Zahnzusatzversicherung bei Kinder nicht schlecht ist. Allerdings sollte die Zahnversicherung auch bei kieferortopädische Behandlungen leisten. Kinder, die eine Zahnfehlstellung haben, werden bei der GKV nämlioch nach einem "Punkte-System" bewertet. Wer die nötige Punktzahl nicht erreicht, geht entweder komplett leer aus oder muss noch einen erheblichen Teil der Kosten selbst tragen (und dass, obwohl der Kieferorthopäde die Behandlung als medizinisch gesehen notwendig einstuft) .
So beurteilt der Kieferorthopäde den Grad der Fehlstellung nach einem bestimmten System – dieses System nennt sich "Kieferorthopädische Indikationsgruppen" (kurz KIG). Hier gibt es dann 5 verschiedene "Schweregrade", von 1 (sehr leicht) bis 5 (sehr schwer).
Für die Einstufung in Grad 1 gilt: es ist nur eine minimale Fehlstellung vorhanden, deren Korrektur rein aus kosmetischen Gründen sinnvoll wäre. Eine medizinische Indikation für eine Behandlung besteht in diesen Fällen normalerweise nicht. Hierfür leisten die gesetzlichen Krankenkassen nicht.
Für die Einstufung in Grad 2 gilt: eine Behandlung kann zwar aus medizinischer Sicht notwendig sein, wird aber von der gesetzlichen Krankenkasse nicht bezahlt, sprich: die komplette Behandlung muss ggf. auch aus eigener Tasche gezahlt werden.
Für die Einstufungen 3 bis 5 gilt: hier übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten einer wirtschaftlichen und zweckmäßigen Behandlung, sprich einer „Standard-Behandlung“ – wer eine hochwertigere Versorgung wünscht - z.B. durchsichtige Brackets o.Ä. - muss die Mehrkosten (die hier oftmals nicht unerheblich sind) selbst bezahlen.
Wenn man das weiß und sich vorstellen kann, was das kostet, denke ich, dass man sich eine Zusatzversicherung für Kinder doch leisten sollte.
Aber die endgültige ENtscheidung triffst natürlich du selber!
Grüße
Pfleger