Warum nicht PKV für alle?

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Warum nicht PKV für alle?

Beitragvon Mannomann » 03.12.2011, 17:44

Mich treibt schon seit längerem die Frage um, warum es gesetzliche Krankenkassen für Arbeitnehmer geben muss und private Krankenversicherungen für andere. Klar ist es eine historisch gewachsene Struktur und für Arbeitnehmer auf jeden Fall sicher, wenn sie in der GKV versichert sind. Aber aus heutiger Sicht gibt es doch laufend Probleme mit den GKV, wobei man nicht viel davon hört, dass es auch mit privaten Krankenversicherungen so viel Stress gibt. Warum kann nicht einfach die GKV abgeschafft werden, zumal inzwischen sowieso alle verpflichtet sind, sich zu versichern. Die privaten Krankenversicherer bieten inzwischen den Basistarif an, dessen Leistungen mit der gesetzlichen Krankenkasse vergleichbar sind. Es müsste natürlich eine Regelung für die Lohnfortzahlung getroffen werden. Vielleicht sollte das Krankengeld staatlich finanziert werden und ansonsten versichern sich alle privat nach ihren eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten.

Gruß

Mannomann
Mannomann
PKV Kenner
 

Beitragvon Roxy » 03.12.2011, 18:24

Hallo Mannomann,

das halte ich für eine gefährliche Kiste, denn die privaten Krankenversicherer bereiten unter Umständen sehr wohl Probleme. Sie mögen z. B. nicht so gerne Versicherte, für die regelmäßig hohe Kosten anfallen und bemühen sich dann schon, sich dieser Versicherten zu entledigen oder schließen besonders kostenintensive Erkrankungen aus. Außerdem hat man, damit der Beitrag bezahlbar bleibt, meist eine Selbstbeteiligung. Ich fürchte, viele Arbeitnehmer können diese Bedingungen gar nicht erfüllen. Sie würden dann ihren Versicherungsschutz vielleicht lieber nicht in Anspruch nehmen oder nicht zum Arzt gehen, weil sie den Selbstbehalt scheuen. Nein, also das halte ich nicht für eine gute Idee. Dann sollte doch vielleicht lieber das ganze Gesundheitssystem verstaatlicht werden für Arbeitnehmer und Selbstständige.

Lieben Gruß

Roxy
Roxy
PKV Kenner
 

Beitragvon möglichstgesund » 10.12.2011, 19:24

Hi Mannomann,

du meinst, es wäre so erstrebenswert, privat krankenversichert zu sein? Nein, das ist es nicht. Es mag ja sein, dass man schneller mal einen Termin beim Facharzt bekommt und im Krankenhaus hat man ein schönes Zimmer. Aber damit hat es sich auch schon. Als Kassenpatient hast du Anspruch auf Behandlungen, die für deine Erkrankung notwendig sind und man lässt dich auch dann nicht fallen, wenn du eine langwierige und für die Krankenversicherung teure Krankheit hast. Du bekommst nach 6wöchiger Erkrankung Krankengeld für einen Zeitraum von über einem Jahr. All das sind erhebliche Vorteile. Deshalb würde ich vorschlagen, dass nicht alle Menschen privat versichert sein sollten, sondern dass der Staat die ärztliche Versorgung übernehmen sollte, so wie in vielen anderen Ländern auch.

Besten Gruß

Möglichstgesund
möglichstgesund
PKV Kenner
 

 


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