Übernahme von Pflegekosten / Beratung

« Muss ich jetzt 1000€ nachzahlen?    •    Gesetzliche Krankenkasse und rezeptfreie Medikamente »

Übernahme von Pflegekosten / Beratung

Beitragvon Freiya » 13.12.2011, 16:10

Hallo liebe Leute,
da mein Großvater zunehmend an Demenz leidet, sich aber wehement gegen Hilfe wehrt, haben wir uns überlegt einmal eine Pflegeberatung mit ihm zu besuchen. Der Gedanke ist der, dass er sich vielleicht von "Fachkundigem" Personal eher helfen lässt, als von uns Links sind nur für registrierte User sichtbar. Daheim. Der Grad der Demenz ist jetzt noch nicht soweit fortgeschritten, als dass er alles und jeden vergisst. Aber man merkt es eben doch schon im Alltag. Nun also die Frage an Euch, ob jemand Erfahrungen mit sowas sammeln konnte? Und wenn ja; Wird sowas eventuell von der Krankenkasse übernommen? Kennt jemand sonst eine Website, auf der wir uns weiter informieren könnten? Und: Auch wenn unsere Chancen vermutlich sehr schlecht stehen, dass die Beratung übernommen wird - die eigentliche Pflege wird dann übernommen? Oder nur zum Teil... AHHH!!!
Liebe Grüße und vielen Dank!
Freiya
PKV Neuling
 

Beitragvon Toni8910 » 17.12.2011, 14:07

Hallo Freya,

hier mal ein link zu einer informativen Seite über die Pflegeberatung:

Links sind nur für registrierte User sichtbar..

Die Pflegekassen sind verpflichtet, eine Pflegeberatung zur Verfügung zu stellen und sie wird normalerweise auch kostenlos angeboten. Inwieweit du bei deinem Großvater damit Erfolg haben wirst, kann ich nicht sagen. Ich sehe bei meiner Mutter, dass sie mit beginnender Demenz schon extrem beratungsresistent ist. Demente Menschen sind in ihrern Auffassungen meist ziemlich stur und lassen sich nur schwer von etwas überzeugen, das sie vielleicht nicht mehr verstehen. Aber wenn Pflege erforderlich ist, dann prüft die Pflegeversicherung das zur Not auch ohne das Dazutun der betroffenen Person, denn wie soll man sonst eine ausreichende Pflege gewährleisten. Das Problem ist nur, dass ältere Menschen, wenn jemand von der Pflegeversicherung kommt, plötzlich alles können, was sonst nicht mehr funktioniert. Ist also keine einfache Situation, in der du dich befindest.

BG

Toni8910
Toni8910
PKV Kenner
 

Beitragvon Ratlos » 03.01.2012, 01:58

Hi Freya,

auf jeden Fall würde ich eine Pflegeberatung empfehlen. Die Pflegeberater sind absolute Profis auf ihrem Gebiet und kennen natürlich die typischen Marotten älterer und kranker Menschen. So ist es z. B. typisch, dass sie keine Pflege annehmen möchten und nicht gut akzeptieren können, dass sie Unterstützung benötigen. Wenn mal versucht, sich selbst in eine solche Lage zu versetzen, kann man das sicherlich auch gut nachvollziehen. Also mir selbst graut auch davor, mir irgendwann mal eingestehen zu müssen, dass ich alleine nicht mehr lebensfähig bin. Deshalb neigen sie dazu, so zu tun, als wäre alles noch ganz easy und als hätten sie höchstens mal einen schlechten Tag. Dasselbe habe ich bei meinen Eltern auch erlebt. Genau das wissen die Pflegeberater aber einzuschätzen. Ärgerlich ist nur, dass die Ärzte des medizinischen Dienstes das auch auf auszunutzen wissen und ganz schnell eine Pflegestufe ablehnen, mit der Begründung, die betreffenden Personen könnten ja noch alles selbst.

LG

Tina
Ratlos
PKV Kenner
 

 


  • Ähnliche Beiträge für Übernahme von Pflegekosten / Beratung, Gesetzliche Krankenversicherung
 


  • Tags
  • beratung pflege kosten krankenkasse,