Schlechte Erfahrung mit der Halleschen KV

« Kinder bei der Hallesche vollversichern?    •    Was taugt der Krankenhaus Schutzbrief? »

Schlechte Erfahrung mit der Halleschen KV

Beitragvon Dete54 » 01.02.2012, 20:47

Hallo, habe überaus schlechte Erfahrungen mit der Halleschen Krankenversicherung.

Zur Vorgeschichte: Bin Beamtenanwärter und habe mich bei der Halleschen Versicherung privat versichert (Beihilfe Tarife)
Nach einem Jahr kündigt mir die Hallesche wegen einer angeblichen vorvertraglichen anzeigenverletzung.
Habe sofort einen Anwalt beauftragt dagegen vorzugehen. Und damit fangen die Probleme erst an, die für die weitere Vorgehensweise der Halleschen nur Kopfschütteln verursachen.
Am 16. November fordert mein Anwalt die Hallesche zu einer Rücknahme der Kündigung auf. Am 22.11.2011 schickt mir die Hallesche einen neuen Versicherungsschein mit Bestätigung.
Mein Anwalt bestätigt den Erhalt und bestätigt die Annahme des Vertrages. Keine weitere Reaktion der Halleschen.
Anfang Januar 2012 Rufe ich bei der Servicehotline der Halleschen an, bitte um die Kontodaten der Halleschen, um den Beitrag für Januar zu überweisen. Der Sachbearbeiter schaut im System unter meiner Versicherungsnummer nach den Vertragsdaten und nennt mir dann die Überweisungsdaten.
Man könnte nun der Meinung sein, alles in Ordnung. weit gefehlt! Man Anwalt ruft mich jetzt an und sagt, die Hallesche hat nach 2 Monaten ihm endlich geantwortet. Man halte die Kündigung aufrecht und das man mir vor 2 Monaten einen neuen Versicherungsschein geschickt hat, wäre ein Irrtum.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen, ein großer deutscher Krankenversicherer, der in seiner Werbung mit größtmöglichen Kundenservice wirbt, bemerkt nach 2 Monaten, dass er sich geirrt hat.....Gott sei Dank, die Rechtssprechung sagt, dass bei Irrtum unverzüglich angefochten werden muss und das sind nicht 2 Monate.
Problematisch ist, dass ich als Beamtenanwärter keine Möglichkeit einer Rückkehr in die gesetzlich. Versicherung habe und auch bisher keine private gefunden habe. Obwohl wir eine gesetzlich. Versicherungspflicht haben, bin ich derzeitig nicht versichert.

Werde jetzt Klage gegen die Hallesche einreichen.
Dete54
PKV Neuling
 

Beitragvon PKVProfi » 02.02.2012, 18:33

Was war denn mit der vorvertraglichen Anzeigepflicht? Wie kamen die darauf?

Gruß
PKVProfi
PKV Kenner
 

Beitragvon Ratlos » 03.02.2012, 23:51

Hallo Dete,

ich gehe auch mal davon aus, dass das ganze an der angeführten vorvertraglichen Informationspflichtverletzung liegt. Hast du eine bestimmte chronische Erkrankung, die du nicht erwähnt hast? Das wäre dann natürlich ein Problem. Dadurch wird das Verhalten der Hallesche zwar nicht besser, aber erklärbar. Die Sache mit dem Irrtum ist dumm und wenn die Hallesche korrekt reagiert hätte, dann hätte sie diesen Irrtum gegen sich selbst gelten lassen müssen. Dennoch hatte sie doch zunächst einen Grund für diese Reaktion. Und auch die anderen Versicherer müssen doch einen Grund haben, warum sie dich nicht versichern wollen. Dennoch besteht in Deutschland die Pflicht zur Krankenversicherung. Als Beamtenanwärter ist die gesetzliche Krankenkasse für dich nicht der richtige Weg. Aber ein Versicherer muss nun in den sauren Apfel beißen und dich versichern. Man kann höchstens eine Erkrankung herausnehmen oder aufgrund des erhöhten Risikos einen höheren Beitrag erheben. Ich würde an deiner Stelle auch mal mit der Beihilfestelle Rücksprache nehmen. Vielleicht haben die schon Erfahrungen mit solchen Fällen.

Liebe Grüße

Tina
Ratlos
PKV Kenner
 

 


  • Ähnliche Beiträge für Schlechte Erfahrung mit der Halleschen KV, Hallesche PKV Erfahrungen
 


  • Tags
  • ruf hallische versicherung, hallesche krankenversicherung erfahrung,