PKV für Grenzgänger

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PKV für Grenzgänger

Beitragvon Regina » 01.09.2011, 15:38

Hallo liebe Leute,

ich hätte da mal eine wohl eher exotische Frage. Ein Freund von mir kann bei einem Schweizer Unternehmen eine Arbeitsstelle erhalten, ist alles recht reizvoll und er wohnt auch gar nicht weit von der Schweizer Grenze entfernt. Deshalb könnte er als Grenzgänger seine Wohnung in Deutschland behalten und täglich in die Schweiz zur Arbeit fahren. Nun kam aber die Frage auf, wie es mit der Sozialversicherung ist. Für ihn ist es nicht sinnvoll, sich in der Schweiz gesetzlich versichern zu lassen, falls es dort überhaupt ein vergleichbares System gibt, wie in Deutschland. Aber soviel ich weiß, muss man auch in der Schweiz eine Krankenversicherung nachweisen, um dort arbeiten zu können. Er würde deshalb lieber eine private Krankenversicherung abschließen. Akzeptieren die Arbeitgeber in der Schweiz die deutsche PKV als Voraussetzung für die dortige Versicherungspflicht?

Lieben Gruß

Regina
Regina
PKV Kenner
 

Beitragvon Roxy » 02.09.2011, 11:00

Moin Regina,

ja das ist immer nicht so einfach, wenn man als Grenzgänger tätig ist und in einem Land arbeitet, während man in einem anderen wohnt. Man untersteht eigentlich den Gesetzen beider Länder oder ist als Patient beim Arzt Ausländer an seinem eigenen Wohnort. Deshalb ist eine private Krankenversicherung in einem solchen Fall ideal. Aber das ist nicht in allen Länern so unproblematisch möglich. In der Schweiz gibt es eine Versicherungspflicht und der Arbeitgeber muss sich davon überzeugen, dass eine Versicherung vorliegt. Sonst darf er die betreffende Person nicht einstellen. Soviel ich weiß, erkennen aber viele der Schweizer Firmen eine deutsche private Krankenversicherung und sogar die deutsche gesetzliche Krankenkasse an. In der kann man nämlich auch bleiben, wenn man eine grenzüberschreitende Tätigkeit aufnimmt.

Ciao

Roxy
Roxy
PKV Kenner
 

Beitragvon JürgenZ » 16.09.2011, 13:38

Hi Regina,

es hängt natürlich auch davon ab, zu welchem Land du Grenzgänger bist. Die Bedingungen orientieren sich ja nicht nur an deinem Heimatland, sondern auch an den gesetzlichen Regelungen des Landes, in dem du arbeitest. In den Niederlanden z. B. gibt es ja Bezirksärzte, die für Wohnbezirke zuständig sind. Man hat dort keine uneingeschränkt freie Arztwahl. Die Finanzierung erfolgt ebenso gleichmäßig durch die Krankenversicherungen, wie die Verteilung der Ärzte. Wenn du nun dort arbeitest und in Deutschland lebst, gibt es für dich natürlich keinen Bezirksarzt :) In diesem Fall ist meines Wissens auch die private deutsche Krankenversicherung die richtige Wahl.

Gruß

JürgenZ
JürgenZ
PKV Kenner
 

 


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