Kur über die Gesetzliche Krankenversicherung

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Kur über die Gesetzliche Krankenversicherung

Beitragvon Regina » 29.07.2011, 08:39

Moin zusammen,

wie ist es eigentlich mit einer Kur, die von der gesetzlichen Krankenversicherung finanziert wird? Gibt es so etwas überhaupt noch? Früher konnte man doch mal auswählen, ob man eine Reha-Kur über den Rentenversicherer machen wollte, oder eine Art Vorsorge- oder Erholungskur über die Krankenkasse. Da gab es ja auch noch diesen Kur-Urlaub. Dazu musste man seinen Jahresurlaub nehmen, sich eine Unterkunft am Urlaubsort suchen und bekam dann von der Krankenkasse die Anwendungen bezahlt. Ich habe aber neulich mal gehört, dass es von der Krankenkasse gar keine Kuren mehr gibt. Ist das so richtig? Können gesetzlich Versicherte dann nur noch zur Kur fahren, wenn sie schon seit längerem erkrankt sind und dann eine Reha antreten müssen, die vom Rentenversicherer finanziert wird?

Gruß

Regina
Regina
PKV Kenner
 

Beitragvon Gertrud » 02.08.2011, 17:26

Hallo Regina,

soviel ich weiß, haben einige Krankenversicherer auch noch eigene Kurheime. Ich weiß aber ehrlich gesagt auch nicht genau, wann eine Kur durch die Krankenversicherung angezeigt ist. Badekuren gibt es noch, allerdings muss man dann selbst seine Unterkunft suchen und bekommt von der Krankenkasse die Anwendungen finanziert, so als würde man sie auch zuhause in Anspruch nehmen. Und ich glaube, Mutter und Kind Kuren werden doch auch von den Krankenkassen finanziert. Das beste wäre vielleicht, wenn du dich mal bei deiner Krankenkasse erkundigst.

Lieben Gruß

Gertrud
Gertrud
PKV Kenner
 

Beitragvon Jockel » 03.08.2011, 20:56

Hi Regina,

also mit den Kuren der gesetzlichen Krankenkassen ist es so, dass man sie nur dann bekommt, wenn kein anderer Sozialversicherungsträger sie genehmigt. Das heißt, du musst zunächst einen Kurantrag oder Rehabilitationsantrag an deinen Rentenversicherer stellen oder wenn es sich um eine Berufskrankheit handelt, bei der Berufsgenossenschaft. Nur, wenn diese Träger die Kostenübernahme ablehnen, Und dann gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Viele Krankenkassen verweisen z. B. erst einmal auf ambulante Kurmaßnahmen am Wohnort. Dann bekommst du medizinische Leistungen verschrieben, bleibst aber zuhause und kannst dabei auch weiter arbeiten. In der zweiten Stufe gibt es das, was man früher Kur-Urlaub nannte. Neben den Kosten für den Badearzt und die Anwendungen zahlen manche Krankenkassen einen Zuschuss von 13 € pro Tag für die Unterkunft. Und in der dritten Stufe finanziert die Krankenkasse eine Vorsorgekur in einem angeschlossenen Kurheim. Für diesen Fall bist du von der Arbeit freigestellt.

Schönen Gruß
Jockel
Jockel
PKV Kenner
 

 


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