Seit knapp 3 Jahren konkurrieren Krankenkassen nicht länger mit Hilfe mehr oder weniger attraktiver Beitragssätze um die Gunst von Arbeitern und Angestellten, denn seit 01.01.2009 gilt mit der Einführung des „GESUNDHEITSFONDS" ein Einheitsbeitrag von 15,5 % (bis auf eine kurzfristige Beitragsabsenkung auf 14,9 % im Rahmen des letzten Konjunkturprogramms).
Nur weil es jetzt den Einheitsbeitrag gibt, heißt das noch nicht, dass alle Versicherten gleich viel zahlen werden, denn: Mit Einführung des neuen „GESUNDHEITSFONDS" werden die Beitragssätze aller gesetzlichen Krankenkassen auf den gleichen Beitragssatz von 15,5 % angehoben. Die Einnahmen fließen zusammen mit anderen Geldern wie etwa Steuermittel in den sog. „GESUNDHEITSFONDS“. Aus diesem Topf erhalten die Kassen zukünftig ihre Mittel.
AOK, BKK und Co. haben dann die Qual der Wahl: Wenn sie mit den ihnen zugewiesenen Ge-ldern nicht auskommen, können bzw. müssen sie von ihren Mitgliedern einen Zuschlag verlangen. Die Zusatzbeiträge können von den Krankenkassen frei und ohne Obergrenze ("Deckelung") festgesetzt werden. Die Krankenkassen sind lediglich aufgefordert, die Höhe des Zusatzbeitrages pauschal und nicht prozentual festzusetzen. Um den Versicherten finanziell nicht zu überfordern, wird eine so genannte "Überforderungsklausel" mit dem Titel "Sozialausgleich" eingeführt.
Es gibt also für keine Krankenkasse einen finanziellen Vorteil – die Leistungen sind quasi angeglichen. „Früher an später denken", bringt jetzt für Sie eine besondere Chance, denn trotz des Einheitsbeitrages heißt das noch lange nicht, dass alle Versicherten gleich viel zahlen werden:
Während einige Krankenkassen wie DAK, BKK Gesundheit, etc. schon heute einen Zusatzbeitrag erheben, schütten andere (bescheidene) Prämien an ihre Mitglieder aus. Nach wie vor wird es entsprechenden Wettbewerb geben, nur anders:
Übersteigen die Zahlungen aus dem Fonds den Finanzbedarf einer Kasse, kann sie von sich aus Prämien an ihre Mitglieder auszahlen.
Meine Kooperationspartner im GKV-Bereich gehen - im Sinne ihrer Versicherten - einen anderen Weg, den ich persönlich begrüße: Die Kassen, mit denen ich zusammen arbeite sind schuldenfrei und haben ihre Rücklagen aufgefüllt. Sie werden auch in 2012 garantiert keine Zusatzbeiträge erheben müssen. Eine Prämienauszahlung ist aber insofern unsinnig, da eine kleine Auszahlung unverhältnismäßige Verwaltungskosten verursachen würde, die letztendlich zu Lasten der Versicherten ginge. In einer Umfrage wünschten sich die meisten Mitglieder stattdessen das Leistungs- und Servicepaket zu stärken.
Dennoch haben alle Mitglieder der von mir präferierten Kassen die Möglichkeit bares Geld zu sparen, denn sie haben sich im Interesse ihrer Mitglieder besondere Bonusprogramme einfallen lassen. Die Kunden sparen sich gesund, denn die Bonusprogramme sind eine ordentliche Finanzspritze.
Wenn Sie am Bonus-Programm teilnehmen, erhalten Sie am Jahresende Prämien zurück erstattet. Sichern Sie sich z. B. bis zu 200 Euro pro Jahr pro erwachsener Person und bis zu 100 Euro für Kinder. Für Familien mit zwei Kindern sind über die Bonusprogramme bis zu 600 Euro p. a. drin.
Durch die Teilnahme an den Bonusprogrammen verbilligen Sie Ihre Beiträge und tun gleichzeitig etwas für Ihre Gesundheit. Die Krankenkassen belohnen zum Beispiel Vorsorgeuntersuchungen bei Arzt und Zahnarzt, sportliche Aktivitäten, bewusste Lebensführung, etc.!
FAZIT: In der Regel profitieren Versicherte durch die Bonusprogramme in weitaus stärkerem Maße als durch die Prämienrückzahlung vereinzelter Krankenkassen.
Übrigens, mittlerweile bieten eigentlich fast alle Krankenkasse Bonusprogramme an. Die einen honorieren gesundheitsbewusstes Verhalten allerdings in Form von monetären Leistungen, die anderen in Form von Sachprämien (Rücksäcke, Regenschirme, etc.).
Welches Bonusprogramm gefällt Ihnen besser, "Cash in die Täsch" oder Sachprämien?