Hausbesuche im Krankheitsfall

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Hausbesuche im Krankheitsfall

Beitragvon möglichstgesund » 24.05.2011, 19:13

Hallo,

ich habe neulich von einem Bekannten gehört, der bei der DKV versichert ist. Er hat eine private Krankenversicherung mit Krankentagegeld abgeschlossen. Als er ab dem 8. Krankheitstag Krankentagegeld bekommen sollte, erhielt er schon wenige Tage später Besuch von einem Außendienstmitarbeiter. Interessant ist, dass der ihn nicht etwa zuhause besucht hat, wo er sich ja krankheitsbedingt aufhielt, sondern in der Firma nach ihm gesucht hat. Das macht den Eindruck, als wollte man kontrollieren, ob die Versicherten tatsächlich krank genug sind und nicht arbeiten. Ich habe bisher noch nie gehört, dass die privaten Krankenversicherer derartige Kontrollen durchführen. War das ein Einzelfall oder ist das bei der DKV und auch bei anderen Versicherern so üblich?

LG

möglichstgesund
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PKV Kenner
 

Beitragvon Regina » 26.05.2011, 21:18

Hallo Möglichstgesund,

von der DEVK habe ich bisher noch nicht gehört, dass sie sich sofort auf den WEg macht um zu kontrollieren, ob Krankentagegeld-Bezieher auch tatsächlich von ihrer Arbeit fern bleiben. Es ist ja auch zu verlockend, wenigstens noch ein bisschen was zu machen, wenn es einem noch halbwegs gut geht. Aber genau an der Stelle drängt sich mir auch eine Frage auf. Wie ist es denn, wenn ein Handwerker krankheitsbedingt seinem Handwerk nicht nachgehen kann, weil er vielleicht einen Zeh gebrochen hat oder so. Deshalb kann er aber doch noch Büroarbeit machen und z. B. telefonieren, um mit seinen Kunden in Kontakt zu bleiben. Er müsste vielleicht auch seinen Mitarbeitern Tipps und Anweisungen geben. Damit arbeiter er doch auch, selbst wenn er nicht seiner gewohnten Tätigkeit nachgeht. Und dann schon soll die Verischerung berechtigt sein, kein Krankentagegeld zu zahlen? Da mus es doch auch Ausnahmen geben.

Besten Gruß

Regina
Regina
PKV Kenner
 

Beitragvon JürgenZ » 06.08.2011, 09:50

Hallo Regina,

wenn der selbstständige Handwerksmeister im Büro sitzt und Kundengespräche führt oder Anweisungen an seine Mitarbeiter gibt, dann arbeitet er - oder wie siehst du das? Würde er einen zweiten Meister beschäftigen, der ihn notfalls vertreten kann, falls er mal krank oder im Urlaub ist, dann wäre es nicht notwendig, dass er das im Krankheitsfall selbst macht. Auch das ist Arbeit. Er spart sich den zweiten Meister oder auch eine Bürokraft, wenn er während des Krankenscheins im Büro arbeitet. Ich kann es daher durchaus nachvollziehen, dass ein Versicherer das kontrolliert, denn die Verlockung ist groß, sich das Geld zu sparen und mit dem Krankenschein erst mal in Ruhe die Büroarbeit zu erledigen. Aber letztendlich werden durch die hohen Krankengeldzahlungen alle Versicherten belastet, denn die Beiträge steigen doch auch für alle, wenn Versicherer in der Summe höhere Leistungen erbringen müssen. Wer krank ist, ist auf sein Privatleben beschränkt, so ist das nunmal. Für viele Selbstständige führt das leider dazu, dass sie auch krank und verletzt arbeiten, weil sie sich die hohen Beiträge für PKV mit Krankengeldzahlung meist ohnehin sparen. Ob das immer so gut ist, ist eine andere Frage. Aber andersrum, Krankengeld zu beziehen und trotzdem zu arbeiten ist auch nicht ok.

Gruß

Jürgen
JürgenZ
PKV Kenner
 

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